Category Archives: POP 2012

HitAlert: Tyson – Mr. Rain

Viel war jetzt auf die schnelle nicht über diesen Tyson zu finden, ausser das er aus England kommt, bei Universal unter Vertrag ist und sein neues Album “Die on the Dancefloor” heisst. Ist aber auch Wurscht, denn Video und Song gehen gut runter und machen Bock auf mehr. 80er-Drummachine-Synthie-Pop at its best und auf jeden Fall am Samstag dabei

Aber auch der Santé-Remix ist ein Hit.  Klickst du hier. 

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POPTASTIC Pop 2012: Eine Weltreise

DJ Kris schließt unsere kleine Reihe zur Lage des Pop 2012 mit seiner popmusikalischen Weltreise ab. Er ist seit Jahren Resident-DJ der POPTASTIC und bespielt ansonsten u.a. die mandanzz oder die schamlos.

Pop-Musik mit einer allgemein gültigen Definition zu beschreiben, geht ziemlich schnell daneben. Fakt ist, dass jede Epoche ihren ganz eigenen Pop-Sound mit sich bringt. Mal wird der Pop beeinflusst von dancigen Uptempo-Beats (1990er Jahre), dann wieder von ziemlich viel R’n’B und Hip-Hop (2000er Jahre). Die letzten Jahre zeigten, dass Pop auch in der Kombination mit housigen Beats sehr gut funktioniert. Worauf kann sich der Pop-Fan 2012 also freuen?

Ein Mix aus allem wäre doch mal wünschenswert, dann wäre die musikalische Vielfalt wieder etwas größer. Oft kopierte Ikonen wie Rihanna und Lady Gaga zeigten bereits auf ihren letzten Alben, dass House-Sound und Uptempo-Beats nicht zwangsweise alle Songs dominieren müssen.

Mit einem Blick aufs Inland geht’s hier direkt im März los mit einem neuen Album von MIA. („Tacheles“), für deren erste Single „Fallschirm“ gerade das Video aufgeschlagen ist:

 

Interessant könnte auch die erste Solo-Single eines EX-Monrose Members werden, denn Mandy wird in diesem Jahr ihr erstes Album veröffentlichen. Da Mandy bekanntlich die signifikanten Stellen in allen Monrose-Songs übernommen hat, könnte sich hier doch eine Art Revival einstellen.

Vielversprechendes ist auch aus Schweden, England, den USA und Australien angekündigt.  Continue reading

POPTASTIC Pop 2012: Gedränge auf dem Pop-Oylmp

DJ RowDee ist Resident-DJ bei der Celebrate, Gay Students Night und im Exile in Köln, dazu bespielt er u.a. die joice in einem flussabwärts gelegenen Dorf am Rhein und den Ahoi Club in Essen. Was er von POP 2012 erwartet, lest ihr hier.

Wenn man googelt, was 2012 auf dem Plan steht, entdeckt man schnell Aufregendes zu Olympia in London oder der Gerüchteküche um neue Apple-Produkte. Sucht man aber nach ebensolchen Ankündigungen im Popbereich, macht sich leider schnell Ernüchterung breit.

Obwohl mich hier trotzdem einige Fragen mit Spannung erfüllen: Wird Lana Del Rey ihrem überhypten Image gerecht oder verwandelt sich der Pop-Heiligenschein über dem hübschen Kopf bald nach Veröffentlichung ihres Debüts in einen Rauchkringel?

Rechnen wir nicht sowieso schon alle damit, dass Rihanna in ein paar Monaten ihr siebtes Album (in acht Jahren) in die Musikprärie schießt? Gleiche Frage stellt sich bei Lady Gaga: kann es gut gehen, eine zweijährige Tour zum aktuellen Album anzukündigen und gleichzeitig laut über ein neues Werk für 2012 nachzudenken?

Und passiert Madonna wirklich so, dass man sich nicht doch lieber wieder „Ray of Light“ oder „Confessions“ in die Stöpsel haut?

Die Einzige, die sich derzeit nicht eine einzige Frage stellen braucht ist der britische Sensations-Wonneproppen Adele. Sie fängt das Jahr so an wie sie das letzte verlassen hat: Als Schwergewicht an der Spitze der Charts. „21“ hielt sich 16 Wochen auf Platz 1 der US-Billboards (zuletzt geschafft vom Titanic-Soundtrack). Ganz klar, dass sie auch in diesem Jahr noch mit Songs aus dem letzten von sich Reden machen wird.

Auch sehe ich den europäischen Böller-Techno weiterhin in Hochform: David Guetta darf uns noch das ein oder andere Uffzuffz ins Ohr setzen, Pitbull wird auch in Zukunft jeglichen Bezug zu gehaltvollem Liedgut erfolgreich abstreiten können während LMFAO ihm mit Krawall und Remmidemmi auf den Fuß folgen.

Aber wer weiß, was uns Apple und Olympia als Untermalung für ihre Werbespots und Großevents vorsetzen? Im besten Falle gibt es bezaubernden Ravepop à la „We Found Love“ oder sogar mal wieder etwas Haus- und Handgemachtes.

POPTASTIC Pop 2012: Raop!

Torsten hat, von Electro gelangweilt, Rap wieder für sich entdeckt. Zum Glück steckt da jetzt der Pop drin. 2012 geht’s durch die Decke!

Das peinliche Drama um die Bambi-Verleihung für Bushido, der neue Sido-Film und das kritiklose Abfeiern der angeblich geläuterten Protagonisten der Aggro-Possé im bundesdeutschen Feuilleton kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Ära des aggressiven, frauen- und schwulenfeindlichen Straßenraps nach endlos scheinenden acht Jahren endlich vorbei ist. Hurra, dreh den Swag auf!

Die neue deutsche Reimgeneration reichert seine Beats mit bunten Pop- und Indieanleihen an und hat keine Angst davor, neue Themen abseits des gefährlichen Blocks zu entdecken. Dabei wird’s durchaus mal alltäglich bis belanglos. Egal! Spaß statt Politik, Feiern statt Dissen. Hallo Pop, der Rap ist wieder da!

Den Weg bereitet hat Stadtaffe Peter Fox, die Tür aufgestoßen haben Casper mit seinem Nummer-1-Album „XOXO“ und Materia mit „Zum Glück in die Zukunft“. Noch im Januar wird das erste Album der sympathischen Indiepoprapper von Kraftklub erscheinen, die für Sachsen schon einen sehr respektablen fünften Platz beim Bundesvision Song Contest holten – und eine wunderbare Hymne mit „Ich will nicht nach Berlin“ vorlegten – nebst dem fantastischsten Tourvideo seit Robyns “Hang With Me”. Baggys sind out, die neuen Poprapper tragen Röhre, kotzen, feiern und saufen genauso wie ihr Publikum:

Mein nicht mehr sonderlich geheimer Geheimtipp für 2012 ist jedenfalls Cro (Facebook), der Junge mit der Pandamaske. Gerade 19 Jahre jung, hat er im letzten Jahr gleich zwei klasse Mixtapes vorgelegt (“Meine Musik” kostenlos downloaden / “Easy” Mixtape kostenloser Download). Phantom hin, Sido her – bei Cro ist nicht nur die Maske sympathischer. Seine Tracks sind melodischer, mal technoid, mal indielastig – aber immer leichtfüßig, übergangslos wechselt er zwischen Rap und Gesang wie weiland Clueso. Er selbst bezeichnet seinen Stil als Mischung aus Rap und Pop = Raop.

Es ist ja nicht so, dass die Kollegen aus den USA erst seit neuestem Pop-Hooks verbauen, allein aus den Staaten tönt es immer sehr angestrengt und schmeckt schal nach dicken Banknoten. Als Cro im Herbst für Madcon auf deren Deutschlandtour eröffnet hat, bouncten die Endorphine nur so durch die Hallen (Videoblog zur Tour 1/2).

Überraschend, wie auf dem “Easy”-Mixtape bei „Rockstar“ der Refrain der Über-Indie-Hymne „Banquet“ von Bloc Party zu seinen Strophen passt. Niedlich, wie er in „Kein Benz“ die chronische Geldknappheit seiner Hörer thematisiert. In jedem Track überrascht eine Pop-Anleihe und eigentlich passt die Hälfte seiner Tracks auch ganz gut auf den POPTASTIC-Dancefloor und muss nicht in der Pimmeldisco abhängen.

Massenkompatibel bis zum Anschlag und ohne Frage äußerst VIVA-tauglich ist sein erster „professioneller“ Videoclip zum entspannten „Easy“. Das riecht nach BRAVO HITS. Und womit? Mit Recht!

Also lassen wir Sido und Bushido in ihren Potsdamer Villen in Vorruhestand vergammeln, überlassen wir Frauenarzt mit seinen Atzen Mallorca und freuen uns 2012 auf geile Partytracks von Rockstah, den Orsons, AhzumJot, Kraftklub, Materia, Casper und Cro!

Update: Seit der Artikel an Weihnachten entstanden ist, hat sich schon einiges getan. So hat es Cro sogar in die BRAVO geschafft…

 

POPTASTIC Pop 2012: Back to the Roots.

Ralf Rotterdam ist seit vielen Jahren Resident auf der Poptastic 2.0 und hat den Sound der Party deutlich mitgeprägt. Neben seinem offen ausgelebten Kylie-Fetischismus besitzt der Junge jedoch noch viele andere, musikalische Vorlieben. Auf welches Pferd er im nächsten Jahr setzt, erzählt er hier. 

Die kommerzielle Pop/Tanzmusik steckte Ende 2011 fest. 
Lady Gaga wiederholt sich in ihrem Haudrauf-Beats, Rihanna biedert sich jedem noch so neuen Clubsound an und Pitbull war allgegenwärtig. Raum für Experimente gab es wenige. Interessanterweise setzten sich gerade im kompletten Kontrast dazu organische Klänge von Adele und Lana Del Rey durch – der Wunsch Luft zu holen.

Meiner Einschätzung nach setzt sich dieser Trend 2012 weiter fort. Zwar werden weiterhin fleißig harte Clubsounds im 90er Stil produziert, aber das organische Soundgewand erhält erneut Einzug in die Popmusik. Ein erstes Anzeichen dafür war sicherlich der aktuelle Madonna-Leak. Hier wurde auf Elektro verzichtet und sich an handgemachten Retro-Sounds bedient. Gerade diese kommende Platte wird sicherlich der am meist beäugelte Release des Jahres sein, denn jeder fragt sich jetzt, wie wohl Madonnas erste Platte nach Gaga klingen mag. Scheinbar jedenfalls weit weg vom RedOne oder Guett- Sound. Der Göttin sei dank…

POPTASTIC Pop 2012: ElectroPop!

Sebastian ist Mitveranstalter von POPTASTIC 2.0 und pflegt abseits des reinen Pop eine umfassende Sympathie für Electro und Techno, die sich u.a. in seiner DJ-Tätigkeit auf diesem Gebiet manifestiert. Was aus der Schnittmenge aus beiden Welten im nächsten Jahr hoffentlich zu höheren Chartweihen kommt, verrät er euch in seinem Beitrag.

Azari & III

Die Jungs, die ich mir schon seit Monaten zu Gemüte führe und deren Album ich vergöttere wie kein zweites, haben gerade ihre neue Single “Reckless” released: Klingt nach Hercules and Love Affair auf 33 RPM und bringt Hüfte und Hirn in Wallung. Zusammen mit ihrem ersten Smasher “Manic“, den Creep und Maceo Plex ganz famos geremixt haben, steht Azari & III ein großartiges 2012 bevor.

Jessica 6

Die New Yorker Sängerin ist zwar schon etwas länger im Musikkosmos unterwegs, allerdings hat die Gute in diesem Jahr sowas von solide Platten abgeliefert, dass ich mich in diesem Post unbedingt mal ihrer annehmen muss. Poppig, unaufdringlich aber trotzdem tanzbar: So dudelt die große nicht nur in hippen Frieseursalons und Diesel Stores umher, sondern beglückt seit geraumer Zeit auch meine Stereoanlage mit ihrem Debütalbum “See the Light”. Davon hat´s mir besonders der Song “Fun Girl” angetan.

Aérea Negrot (Geheimtipp)

Die in Venezuela geborene Sängerin ist auf dem Berliner Label BPICTH von Techno-Übermutter Ellen Allien gesignt. Ihr Album, das von Intro, Spex und allen renommierten Musikblättern auf TeufelKommRaus in den Himmel gelobt wurde, überrascht mit einem untypischen Mix aus Klassik, Elektronik und Pop. Mir gefällt die Wandelbarkeit an ihrer Stimme und die Melancholie der Lieder (vor allem “It´s Love. Lover”), die demnächst hoffentlich auch die breite Masse verzaubern werden.