Category Archives: Eurovision Song Contest

Eurphooooooooriaaaa! Loreen for the win!

Nach dem teilweise wirklich abstrusen Abstimmungsverhalten der Schweden in den Vorentscheidungen schwante uns Übles für das gestrige Finale. Glücklicherweise haben sich Jury und Publikum aber wieder gefangen und entschieden: Loreen und ihre tolle Dancenummer “Euphoria” inklusive Windmaschine und Kate-Bush-Gedächtnis-Ausdruckstanz darf nach Baku. Hoffen wir, dass sie dort ohne Dreiviertelplayback auch noch überzeugen kann.

Bei aller Euphorie (jaja, isjagut) ist es trotzdem ein wenig schade um Danny Saucedo, der ebenfalls einen mehr als anständigen Wettbewerbsbeitrag abgegeben hätte:

So müssen wir uns halt mit seinen geilen Muskelfotos trösten. Dem hier:

Danny Saucedo und Eric Saade

Oder hier mit gesundem Obst dabei:

Danny Saucedo und seine geilen Bananen

Ja, lecker! Geht aber noch mehr… so am Strand im Doppelpack:

Danny Saucedo am Strand

Danny Saucedo am Strand (noch mal)

Könnte man sich reinsteigern.

Doch Obacht. Von nix kommt nix, deshalb muss Uns-Danny auch sehr oft trainieren:

Wir meinen: Wer wirft schon so schöne Schatten?

Hach.

Achja und dann gab’s gestern noch den besten Intervall-Act seit 2009 (damals sang der bezaubernde Moto Boy mit Charlotte Perrelli eine fragil-schöne Version von deren ESC-Monster “Hero”, Video):

Nämlich diese ansatz-burlesque Version vom 2011er Beitrag, dargeboten von der wunderbaren Helena Paparizou. Welcome to Popular:

Wow.

Danny Saucedo flexing

Huch. Jetzt ist aber gut.

(wenn noch nicht gut ist: hier gibt’s mehr)

Morgen ist Medolifestivalen Finale

und wir haben nochmal flott alle 10 Kandidaten einem kleinen Poptastic-Check unterzogen:

1. Loreen – Euphoria

Wird, unserer Meinung nach, das Ding sicher gewinnen und hätte damit auch gute Chancen beim Eurovision. Wunderbar tanzbare Mischung zwischen Gayness, Club und voluminösem Haar.  Video

2. Dead by April – Mystery

Hübsche Indie-Boys, die eine Evanescence-Nummer vortragen. Zu hart für den Gewinn, aber man muss ja nicht immer hinhören. Gucken reicht. Video

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Unser Star für Baku (8) – Finale! Mit wie viel Pop geht’s nach Baku?

Fastelovend zesamme! ARD und ProSieben möchten offensichtlich nur allzu gern auch auf die letzten paar Hundert Zuschauer verzichten und legen die Finalshow auf Wieverfastelovend. Andererseits, ob Bierkoma oder Castingkoma, wo ist der Unterschied?

Im Finale gegenüber stehen sich Roman und Ornella, die beide jeweils alle möglichen drei Finalsongs trällern. Daraus wählt der geneigte Zuschauer den besten Song für Baku. Im finalen Finale wird dieser Song noch einmal von beiden performt und dann entscheiden wir, wer mit dem Zug Song nach Baku fahren soll/darf/muss/wird. Das heißt, der Siegersong wird uns heute direkt mal vier Mal um die Ohren gehauen. Puh! Bierchen her, los gehts!

  • Roman (ohne Mütze, hurra!): “Conflicted”: Der Song wächst, mäßiges Pop-Appeal, aber sehr dick im Gehörgang: 6/10
  • Ornella: “Quietly”: Leise Ballade, für wenn’s einem mal so richtig schlecht  geht. Also eher nicht beim ESC und leider nicht von Leona: 5/10
  • Roman “Alone”: Daughtry. 1/10
Fuck, wo ist das Problem? Der ESC ist eine große, bunte Show. Wovon singt Deutschland? Konflikt. Stille. Einsamkeit…
  • Ornella: “Alone”. Hat Potential, allerdings kriegt sie den Refrain (gar) nicht hin. 2/10
  • Roman: “Standing Still”. Hm. 3/10
  • Ornella: “Standing Still”. Hmmmm. 2/10

Dann können wir nächstes Mal ja die Tagesschau vertonen. Die Jury hat sich auch schon festgelegt, denn “Standing Still” WURDE JA VON JAMIE CULLUM GESCHRIEBEN111!!ELF!!

Wow. Vielleicht erstmal Hausaufgaben machen, liebe ARD/Brainpool?

Bezeichnend auch der Schnelldurchlauf der bisher bekannten ESC-Acts. Da waren Menschen mit Lächeln im Gesicht. Unglaublich!

PS: Gewonnen hat natürlich Roman. Zurecht für seine Bühnenpräsenz, eine Augen, sein Lächeln, sein… (hier einsetzen)…. Nicht wirklich für den Song, aber hey – besser Schnitte mit Meh-Song als gar nix.

Unser Star für Baku (7) – Endlich Halbfinale. Steck noch Pop drin?

Die viel beschworene “nationale Aufgabe” bestand während der letzten Shows ja darin, überhaupt dranzubleiben, ohne vom endlosen Gequassel der Moderation oder Jury bzw. den meistenteils öden Songs der Kandidaten ins Koma geschickt zu werden. Nichtsdestotrotz ist das Ende nah (hurra), heute ist Halbfinale – aus vier mach zwei, POPTASTIC ist nicht mittendrin, aber dabei.

20.15 Uhr.
Los geht’s!

20.29 Uhr.
Koma.

20.30 Uhr.
Yana ist auch im Koma und vergisst bei der Vorstellungsrunde, was sie heute überhaupt singen will.

20.31 Uhr.
Auf den ersten Blick mehr Pop als sonst. Na, abwarten.

20.39 Uhr.
Shelly fängt an. Mal wieder was selbst komponiertes: Das Astronautenlied. La Le Luuuu… zzzzzzzzzzzzz…

20.51 Uhr.
Ornella di Santis trällert auch was eigenes: “Eu Vou Ser Mais Eu“.  Das ist portugiesisch und heißt “Ich versemmle mir gerade meine Chance”.

21.15 Uhr.
Falls bei den Verantwortlichen noch die Köpfe qualmen, warum zur Hecke die Zuschauerzahlen von USFB sich denen von Gottschalk annähern… Kleiner Tipp: Eine Stunde, zwei Songs. EINE STUNDE! ZWEI SONGS!

21.17 Uhr.
Yana singt “Rolling In The Deep“. Das hat sie nicht selbst geschrieben, singt es im Rahmen der Möglichkeiten einer Nicht-Adele etwas steif, insgesamt aber ganz ansprechend. Das Arrangement der Heavy Tones war Mist.

21.26 Uhr.
Roman darf ran. WTM*?! “Bad Day” von Daniel Porter ist einer dieser WDR2-Songs, die einem auf der Autobahn die Zeit stehlen. Das darf Roman ausnahmsweise, war in Sachen Bühnenpräsenz und Stimme wirklich ganz gut.

21.55 Uhr.
Halbzeit! Auch wenn es lange nicht so aussah (die Blitztabelle ist so faszinierend, wie einigermaßen wahllos), muss Shelly jetzt doch gehen – damit sind unsere drei Favoriten durch. Einziger Wermutstropfen: Uns entgeht “Can’t Get You Out Of My Head”. Hm.

22.00 Uhr.
Ornella de Santos darf also noch mal und zeigt mit “If I Ain’t Got You” von Alicia Keys eindrucksvoll, dass man sie unterschätzt – und warum ihre erste Songwahl heute Abend keine gut war.

22.07 Uhr.
Yana singt Demi Lovatos “Skyscraper“. Wenn Roman jetzt nicht versagt, wird das leider eng für sie, ihre Stimme hatte zu wenig Kraft. Scheinbar sieht die Jury das komplett anders – liegt’s am Fernseher?

22.17 Uhr.
Das Beste zum Schluss: Roman (WTM*?!) singt “Use Somebody” von den Kings of Leon. Wie immer bei schnelleren Nummern nervt das jazzige Arrangement der Band. Es ist trotzdem deutlich, dass Roman die mit Abstand nutzbarste Bühnenpräsenz hat. Und die ist manchmal mindestens ebenso wichtig wie die Stimme (Hallo Eric!).

22.24 Uhr.
Steven G. begrapscht Roman aufs Unangenehmste. Wir fassen zusammen: Ein Abend Eurovision Song Contest Casting mit NULL POPTASTIC FAKTOR! Oder wie wir Schweden sagen: Förhoppningsvis, aldrig mer!

22.33 Uhr.
Nach wiedermal endloser Show nun also die beiden Acts fürs Finale: Roman und Ornella haben es geschafft. Schade um Pop-Queen Yana. Wenn Roman die Mütze direkt im Schrank lässt, kann er dem Donnerstag (20.15 Uhr, ARD) eigentlich ruhig entgegen sehen. Nur die Songauswahl kann ihm noch gefährlich werden.. Die Hoffnung auf was Tanzbares haben wir eh schon aufgegeben.

 

*What the Mütze?!

Unser Star für Baku (5) – Popschau

Montag, 20.15 Uhr in Deutschland. USFB-Vorentscheid, fünfte Runde. Sechs Kandidaten treten an und wir hoffen mal wieder auf eine Brise Pop. Vermutlich umsonst. Genauso wie man vollkommen umsonst versucht, pünktlich um 20.15 Uhr parat zu sein. Kommt ja erstmal Gelaber, Sympathie-Voting und Werbung. In der Zeit kann man auch einfach mal die Welt retten. Mann, Raab… DAS DAUERT ALLES VIEL ZU LANGE!

Nach einer unendlichen halben Stunde darf endlich Katja Petri ran. Süße Maus eigentlich, heute eigens geschriebener Song. Ballade (= kein Pop). In der Blitztabelle tauschen Roman und Yana fröhlich die ersten beiden Plätze, hypnotisierend.

“Bin immer noch die Ornella, die gern in ihrem Zimmer sitzt” de Santis versucht es heute mit “You are the sunshine of my life” von Stevie Wonder. Soul (= kein Pop). In der Blitztabelle stehen Roman und Yana bei 25,7% auf Platz 1, hypnotisierend.

Céline Huber sieht bezaubernd aus, als sie auf die Bühne kommt – und sie singt Rihanna! Hurra! Okay, “Russian Roulette” und das auch nicht perfekt, aber immerhin bekommt sie gegen Ende noch etwas Schub hinter die Nummer. Es ist ein Gnadenpop! In der Blitztabelle liegt Roman v0r… ach ne, jetzt schon nicht mehr, hypnotisierend!

In der Werbung läuft Werbung für das Finale von The Voice Of Germany (= kein Pop).

Übrigens, Samstag in der ersten Runde vom Melodifestivalen aus dem Land, wo Milch, Honig und Pop sprießen:

Hach. Back to Germany. Shelly Phillips mit “I Try”. Try Again (= kein Pop). Hey, die Blitztabelle ist kaputt (Shelly auf 1?)!

Der Popgott möge Yana Gercke, segnen! Achso, hat er ja schon… Letzte Woche schon den Abend mit “Titanium” gerettet, heute “We Found Love”! Doppelpop! Zurecht auf 1 in der Blitztabelle. Jetzt verspielt sich Stefan Raab noch Sympathien, indem er Shellys Songauswahl über die von Yana stellt und einen Calvin Harris-Song “überproduziert” nennt. Bitte nur Balladen für Baku, isklar.

Buh, Roman Lob mit Mütze! Incubus darfs sein mit “Drive”. Fad (= kein Pop, kein Ohnemützebonuspunkt).

Zusammenfassung: 2 Rihanna-Songs, sonst nur Mist, der es in Baku nicht mal ins Finale schaffen würde.

 

 

Unser Star für Baku (4): Was sagt die POPTASTIC-Tabelle?

Kurz mal nachsehen, wie es inzwischen um den POP bei “Unser Star für Baku” so steht.

  • Sebastian singt wieder einen seiner eigenen Songs. Also Punkt für Kuschelrock.
  • Katja mit “The 59 Sound” von The Gaslight Anthem. Nie gehört, nie vermisst. Punkt für Kuschelrock.
  • Céline performt von Joss Stone “Right To Be Wrong”. Joss ist ja nun eher Soul. Kuschelrocksoul.
  • Umut ist nicht Adele, ist nicht “Someone Like You”, ist nicht Pop. Been there, heard that. Das war nix bzw. Kuschelrock.
  • Shelly mit “Waterfalls” (TLC). Da freut man sich ja fast die Klingel ans Knie nach dem Schubidu bist jetzt. Leider ist es nur ein klitzekleines Bißchen mehr Schubidu als die anderen bisher. Gnadenpunkt für Pop.
  • Ornella singt Nelly Furtado. Leider was ruhiges. Nice “Try”. Punkt für Kuschelrock.
  • Yana, wir lieben dich! “Titanium” von Sia (quasi mit ohne David Guetta) und das war ziemlich gut! Fetter Punkt für den Pop.
  • Roman singt “Drops Of Jupiter” von Train als niedliche Rockpop-Nummer ohne Mütze. OHNE MÜTZE!!11elf! – das ist fast wie Windmaschine bei Schlagersängerinnen aus Schweden. Deswegen Punkt für den Pop.

Endstand: 
Pop: 3 vs Kuschelrock: 7

Da ist ja wohl noch Luft nach oben. Was die realen Platzierungen angeht, sind wir jetzt von der Willkür der Blitztabelle abhängig. Fingers crossed für Roman und Yana!

Sébastien Tellier dem seine neue Single


Erinnert ihr euch an Sébastien Tellier und seinen Auftritt beim Eurovision Song Contest 2008 mit “Divine”? Tragisch unterbewertet im doppelten Wortsinn. Jetzt legt der lockere Franzose mit Niveau ein neues Album vor (“My God is blue”) und klingt in der ersten Singleauskopplung “Pépito Bleu” ein bisschen nach der unehelichen bärtigen Tochter seines Landsmanns Jean Michel Jarre und Sound Of Arrows. Also gut.

PS: Divine!

Epic.

Neues für Baku: Zypern versucht’s mit 300% Pop!

Gestern hat Zypern seinen Beitrag für den Eurovision Song Contest 2012 in Baku gewählt. Einstimmig entschieden sich Jury und Publikum für den Titel “La La Love”. Und womit? Mit Recht!

Der Song klingt genauso eingängig wie es sein Titel verspricht und passt ganz hervorglänzend auf die POPTASTIC-Tanzfläche. Das die Sängerin Ivi Adamou den Titel singt, war vorab klar. Zypern wird im ersten Halbfinale antreten, damit liegt das Weiterkommen dieses schönen Popsongs leider nicht in unserer Hand. Deutschland wird im zweiten Halbfinale stimmberechtigt sein (darin u.a.: Schweden).

In der kleinen internen Hitlist der bereits bestätigten Songs liegt Zypern damit vorn, gefolgt von der Schweiz (wir berichteten), Dänemark (Soluna Samay, hübsche Popballade) und Albanien (Rona Nishliu, unrelevant).

Unser Star für Baku (1): Die POPTASTIC-Tabelle lügt nie.

Endlich ist wieder Eurovision-Zeit! Was war los?

Katja Perti – Marry You (10 Punkte)
Songauswahl total mies – auf dem Papier. Gesungen hat sie die Nummer von der ollen Schlaftablette Bruno Mars nämlich wirklich sehr hübsch.

Jan Verwein – Closer To The Edge (2 Punkte)
Bauer sucht Sieg mit 30 Seconds To Mars, schon wieder so ein Radio-Dudelsong. Das war eher nichts. Vor allem nichts mit auch nur ansatzweise ESC-Flair.

Leonie Burgmer – Stronger Than Me (8 Punkte)
Grüß dich, Amy. Leonie versuchsts mit einer Brise Lena. Nicht schlecht. Sing doch mal Florence & The Machine!

Yasmin Gueroui – Not Fair (5 Punkte)
Lily Allen, beste Songauswahl heute! Jubeltrubelunsicherheit. Muss sich noch steigern.

Kai Nötting – More (9 Punkte)
Usher, sehr schön interpretiert, wenn auch ganz kurz an “Nothing Else Matters” denken müssen. Puh, Schweißausbruch. Dann war da noch Thomas’ Einwurf mit den “dicks”. Haha. Zwei Pluspunkte. Aber: MÜTZE AB, MANN!

Shelly Phillips – Valerie (6 Punkte)
Grüß dich, Amy. Shelly versuchsts mit eigenen Mitteln. Wir hätten gern was flotteres gehört, liebe Shelly. Vielleicht was mit Cindy?!

Salih Özcan – Senorita (1 Punkt)
MÜTZE AB, MANN! Mittelmau gesungen, danach noch paar verbale Blutgrätschen. Next!

Céline Huber – Beautiful Disaster (7 Punkte)
Hübsche Ballade von Kelly Clarkson. Hübsches Mädel. Hübsche Stimme. Alles hübsch. Naja, wir wünschen uns natürlich mehr Pep. Und Pop!

Jil Rock – Moves Like Jagger (4 Punkte)
Nicht der schlechteste Name für einen Popstar. Sieht gut aus, singt gut, wenn auch nicht volle Pulle, denkt man. Außer beim Schreien. Schreien ist immer gut.

Roman Lob – After Tonight (12 Punkte)
Justin Nozuka. Whohooo? Riesenpotential jedenfalls. Double Rainbow! Aber Obacht, bitte keine Max-Mutzke-Nummer dann!

Und sonst so? Moderationsmaschine Steven Gätjen war nicht so schlimm, wie erwartet, seine öffentlich-rechtliche Kollegin mit der undankbaren Backstage-Aufgabe hat noch Luft nach oben. Jurypräsident Thomas D. mit Licht und Schatten, Frida Gold so “gefühlig” wie sonst nur Nena und Stefan Raab – naja, den muss man mögen oder eben nicht (wir mögen).

Die Livetabelle ist der Knüller(!) und sorgt dafür, dass die Show trotz ein paar Längen und mit zu wenig POP doch unterhaltsam blieb.  Für die nächsten Shows wünschen wir uns MEHR EUROVISION. Ansonsten: Well done, everybody!