Exklusive POPTASTIC-Vorschau 2. ESC-Halbfinale

popzettel

2. Runde unserer POPTASTIC-Eurovision-Vorschau (Teil 1 hier, Big 5 da). Heute geht es um das zweite Halbfinale. Poptastische Ausbeute diesmal: müde 4 von 17.

Attention: Wir präsentieren alle Shows 2015 in der Mumu (zum Finale mit DJ Dari an den Decks).

HIER findet ihr den traditionellen Tippzettel für die beiden Semifinals vom ESC 2015 als PDF zum Ausdrucken.

(Hier der Spotify-Link zur 9-stündigen POPTASTIC-Eurovision-Playlist)

Song 9, Isreal: “Golden Boy” von Nadav Guedj

nadav-guedj

Ihr könnt getrost später einschalten, es dauert im zweiten Semi ewig, bis es anständig poppig wird. Vorher: Belangloses und Balladen, wobei die Norweger (Startplatz 6) als einer der Favoriten eine sehr gute Ballade abliefern. Nun aber Israel, die letztes Jahr zur Überraschung aller den Finaleinzug mit einem sehr Kelly-Clarkson-igen Song verpassten. Diesmal soll es ein güldenes Kerlchen richten. Sein Versuch startet zwar langsam, wird dann aber schnell zu einer R&B-Pop-Nummer, in ihrer Fröhlichkeit eine echte Erleichterung und mit schönem Ethno-Einschlag. Whip it! POPTASTIC-Faktor: 8

 

Song 10, Lettland: “Love injected” von Aminata

Neben Belgien im ersten Semi eine der moderneren Songs und deswegen auch in dieser Liste. Denn tanzbar ist das nur begrenzt, aber wer kann was gegen dubbigen Electro-Pop haben, der im Ansatz etwas von Björk hat? Eben. Wir drücken die Daumen! POPTASTIC-Faktor: 5

 

Song 13, Schweden: “Heroes” von Måns Zelmerlöw

mans-zelmerlow

Sieger der Herzen und Hosen beim wie immer großartigen schwedischen Vorentscheid. Die spannende Frage ist, ob er die niedliche Siegerperformance mit den Laserkids aufführen darf, die den Song visuell deutlich aufwertet (für die Omas vorm Fernseher, uns reicht natürlich das Äußere von Måns). Es stehen Plagiatsvorwürfe im Raum. Der Song selbst kommt ein bisschen zu langsam in die Gänge, ist aber dann grundsympathischer Radio-Pop, der gute Laune versprüht. Sehr gute Laune. Siegerkonfettilaune. POPTASTIC-Faktor: 10

 

Song 16, Slowenien: “Here for you” von Maraaya

maraaya

Die Nummer mit den Kopfhörern fällt seltsamerweise sofort auf, obwohl doch heute jeder zweite mit Beats by Dr. Dre rumläuft. Insofern sehr clever rangewanzt an den urbanen Lifestyle. Der Song atmet die 60er und würde Maraaya das nicht so gut selbst performen, hätte daraus auch ne gefällige Sommertechnonummer von Robin Schulz, Wankelmut oder einem der 7 Trilliarden Nachahmer werden können. Herrlich sympathisch, mit innovativer Luftgeige und einer prima Startnummer in einem balladenverklebten Finale. POPTASTIC-Faktor: 6

Tja. und das war’s auch schon aus Pop-Sicht!
Tragisch.