Pop-Barometer 2014: Estland

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Amazing.

So heißt Tanjas Song und so ist er auch. Nämlich einer der wenigen poptastischen Lichtblicke im Balladenjahr 2014 (die anderen besprachen und besprechen wir ja):

Was ihr den Finaleinzug und dort eine gute Platzierung verhageln könnte, ist die in Teilen sehr offensichtliche Anleihe an der Loreen-Choreografie. Das sieht die gewöhnliche Länder-ESC-Jury garantiert nicht gern, noch dazu wird ja bei jedem zweiten halbwegs modernen Dance-Titel inzwischen “Kopie!” geschrieen – als wäre der 434te Aufguss einer Ethnoballade was anderes.

Beeindruckend ist Tanjas Tanzperformance nämlich dann doch, gerade weil sie im Gegensatz zu Loreens eher esoterischem Hüpfen ein ganzes Choreo-Feuerwerk abliefert – und trotzdem die Stimme hält. Wunder gibt es eben immer wieder.

Hoffen wir mal, dass sie im schwächeren ersten Halbfinale ein paar Herzen erobern kann, auch wenn ihr die fröhliche Ausstrahlung unserer Natalie 2013 fehlt. Im Finale dann würde es eng: Enger als die Hosen ihres Landsmanns Ott Lepland (“Kuula“, 2012) jedenfalls und mit großer Trauer denken wir auch zurück an den Poptastic-Klassiker “Rockefeller Street” von Getter Jaani 2011, mit dem Estland einen skandalösen 24ten Platz einfuhr.

Dabei waren die noch amazinger als Tanja. Alles Gute, Tanzmaus!

 

Am Samstag, dem 3.5. feiern wir das große POPTASTIC ESC-Special! Alle Pophits aus dem aktuellen und den vergangenen Eurovision Song Contests nationalen Vorentscheiden findet ihr in unserer Playliste bei Spotify: