Pop-Barometer ESC 2014: Schweden

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Zugegeben: Beim schwedischen Beitrag handelt es sich nicht um lupenreinen Poptastic-Pop, sondern um eine Ballade. Aber immerhin wunderbar vorgetragen und perfekt durch das eingesetzte Licht unterstützt* von Sanna Nielsen, die uns in ihrer Karriere, die nicht eben arm an Versuchen war, am ESC teilzunehmen, schon viele Pop-Knaller geschenkt hat.

* Außer im gestrigen Jury-Semifinale, wo einer der Scheinwerfer tat, was er wollte und die arme Sanna blendete. Schockschockschwerenot!

Natürlich hätten wir uns Alcazar in Kopenhagen gewünscht, aber realistisch betrachtet ist deren dritter Platz im Melodifestivalen-Vorentscheid 2014 mit “Blame It On The Disco” schon eine eigene kleine Sensation. Dann halt der zweitbeste Song – immerhin gibt es von Sannas Powerballade auch schon tanzflächen-geeignete Remixes.

Positiver Nebeneffekt eines potentiellen Finales in Stockholm 2015: Drei herrliche Shows wie im letzten Jahr – wieder mit Lynda Woodruff? Hach, wat wäre dat schön!

Hier Sannas Song – mit funktionierenden Lichtern und direkt dahinter einer der Remixes.

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Am 6., 8. und 10.5. zeigen wir in der Mumu alle Shows als Public Viewing. Natürlich mit den berühmten Votingzetteln! Alle Pophits aus dem aktuellen und den vergangenen Eurovision Song Contests nationalen Vorentscheiden findet ihr in unserer Playliste bei Spotify:

 

Pop-Barometer 2014: Estland

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Amazing.

So heißt Tanjas Song und so ist er auch. Nämlich einer der wenigen poptastischen Lichtblicke im Balladenjahr 2014 (die anderen besprachen und besprechen wir ja):

Was ihr den Finaleinzug und dort eine gute Platzierung verhageln könnte, ist die in Teilen sehr offensichtliche Anleihe an der Loreen-Choreografie. Das sieht die gewöhnliche Länder-ESC-Jury garantiert nicht gern, noch dazu wird ja bei jedem zweiten halbwegs modernen Dance-Titel inzwischen “Kopie!” geschrieen – als wäre der 434te Aufguss einer Ethnoballade was anderes.

Beeindruckend ist Tanjas Tanzperformance nämlich dann doch, gerade weil sie im Gegensatz zu Loreens eher esoterischem Hüpfen ein ganzes Choreo-Feuerwerk abliefert – und trotzdem die Stimme hält. Wunder gibt es eben immer wieder.

Hoffen wir mal, dass sie im schwächeren ersten Halbfinale ein paar Herzen erobern kann, auch wenn ihr die fröhliche Ausstrahlung unserer Natalie 2013 fehlt. Im Finale dann würde es eng: Enger als die Hosen ihres Landsmanns Ott Lepland (“Kuula“, 2012) jedenfalls und mit großer Trauer denken wir auch zurück an den Poptastic-Klassiker “Rockefeller Street” von Getter Jaani 2011, mit dem Estland einen skandalösen 24ten Platz einfuhr.

Dabei waren die noch amazinger als Tanja. Alles Gute, Tanzmaus!

 

Am Samstag, dem 3.5. feiern wir das große POPTASTIC ESC-Special! Alle Pophits aus dem aktuellen und den vergangenen Eurovision Song Contests nationalen Vorentscheiden findet ihr in unserer Playliste bei Spotify:

 

Pop-Barometer ESC 2014: Deutschland

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Der Stachel des Schmerzes nach Cascada-Gate 2013 sitzt noch tief, trotzdem wollen wir naturgemäß wieder optimistisch sein, was das Potential des deutschen Beitrags von 2014 angeht.

Kennengelernt haben sich die drei Mädels von Elaiza der Legende nach bei einer Schnapsverkostung (sehr sympathisch!), lieben gelernt haben wir sie als Verhinderer des unsäglichen Grafen im Vorentscheid. Letztgenannter hatte vermutlich schon die Kopenhagen-Tickets für die ganze Familie gebucht, musste sich aber im Finale geschlagen geben – Deutschland liebt eben Underdog-Stories. Und Europa liebt drei fröhliche Mädels vermutlich auch mehr als einen verstörenden deutschen Barden in schwarzer Kluft (hallo Gracia 2005).

Ob “Is It Right” als originelle Neo-Folknummer mit osteuropäischem Einschlag (praktisch: Ela hat ukrainische und polnische Wurzeln) auf eine Pop-Party passt, probieren wir selbst aus – auf die ESC-Bühne passt es ganz gut, wobei hier natürlich abhängig von der Startnummer und den Songs im direkten Anschluss bzw. direkt vorher.

Mit dem offiziellen Video jedenfalls kann Elaiza nicht punkten, diese Clownsnummer ist höchst verstörend und lässt eher negativ konnotierte Erinnerungen an Stephen Kings ES aufkommen, als an Katja Ebsteins “Theater” vom Contest 1980, wo der Auftritt kopiert wurde.

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Buh!

Buuuuuuuh.

Angeblich verzichtet die deutsche Delegation jedoch auf den Clown bei der Bühnenperformance – sehr vernünftig – und lässt die drei Mädels mit ihrem Charme für sich stehen.

Wir drücken die Daumen für den 10. Mai.You go girls!

Am Samstag, dem 3.5. feiern wir das große POPTASTIC ESC-Special! Alle Pophits aus dem aktuellen und den vergangenen Eurovision Song Contests nationalen Vorentscheiden findet ihr in unserer Playliste bei Spotify:

 

Top 10 Mai 2014: Ralf Rotterdam

1. Robyn & Röyksopp- Do it again
2. Calvin Harris – Summer
3. Tanja – Amazing (Eurovision 2014 – Estonia)
4. Kylie – I was gonna cancel
5. Katy Perry – Birthday
6. Clean Bandit – Rather be (feat. Jess Glynne)
7. Mariya Yaremchuk – Tick – Tock (Eurovision 2014 – Ukraine)
8. Mei Finegold – Same Heart (Eurovision 2014 – Israel)
9. Basim – Cliché Love Song (Eurovision 2014 – Denmark)
10. Elaiza – Is it right (Eurovision 2014 – Germany)