ESC 2013-Recap: Tack så mycket, Sverige!

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Die erste Enttäuschung über das ungerechtfertigte Abschneiden unseres Favoriten Cassata, das sicher selbst Kritiker überrascht hat, verklingt langsam. Insgesamt können wir die ESC-Saison sicherlich trotzdem als gelungen betrachten – trotz des Abschneidens von eben Cascada, Finnland und Irland.

Ausgezählt ist auch die Abstimmung vom Public Viewing in der Mumu, wo noch bis spät in die Nacht zu ESC-Songs aus der Plattenkisten von POPTASTIC-Resident Ralf Rotterdam euphorisch weitergefeiert wurde (inkl. “Glorious” im Halbstundentakt zur großen Freude aller).

Und dann war da noch die Show aus Malmö, die dem Anspruch, alles mal eine Spur zurückzufahren, sicherlich nur mäßig gerecht werden konnte – uns aber tolle Momente bescherte. Der Reihe nach…

Abstimmung zum Finale beim Public-Viewing-Publikum

(Die Gewinner der Gästelistenplätze für die Juni-Poptatsic sind per E-Mail benachrichtigt)

  1. Deutschland
  2. Dänemark
  3. Irland
  4. Finnland
  5. Weißrussland
  6. Ukraine
  7. Griechenland
  8. Niederlande
  9. Russland
  10. Aserbaidschan
  11. Schweden
  12. Rumänien
  13. Norwegen
  14. Spanien
  15. Malta
  16. Belgien

Die Plätze 1 bis 5 werden wir wohl im POPTASTIC-Repertoire wiederfinden. Eine gute Wahl, liebe Pop-Freunde!

Die Show

Los ging es mit einer kleinen Enttäuschung: Vom gemeinsamen Song der ABBA-Männer und Aviici hatten wir uns mehr versprochen, als die pathetisch-langweilige Untermalung des Einmarschs der Nationen. Schade. Umso besser die Moderation von Petra Mede, die in fragwürdigen Galutierkleidern vor allem mit kleinen homophilen Gags, in der grandiosen Pausenshow und bei der Punktevergabe sehr souverän auftrat. Das beste an der angesprochenen Pausenshow war neben dem Männerkuss sicherlich der selbstironische Carola-Auftritt, als sie von ihrer Windmaschine umgeblasen wurde. Sich so charmant aufs Korn nehmen – da kann sich der Aserbaidschaner an sich mal ne Scheibe abschneiden. Ganz großes Kino!

Ebenfalls mit fantastischem Einsatz, unser heimlicher ESC2013-Liebling Sarah Dawn Finer, die nicht nur ihre Rolle als Lynda Woodruff noch einmal herrlich präsentierte, sondern dazu noch eine atemberaubende Live-Version von “The Winner Takes It All” schmetterte. Gänsehaut!

Da konnte Loreen nicht mithalten, ihre Songpräsentation war etwas zu aufgeblasen. Das gilt auch für den hinreißend aussehenden Eric Saade im Greenroom. Alles in allem aber: Respekt, Schweden! Für die Zukunft wünschen wir uns übrigens eine variabel zuschaltbare Peter-Urban-Tonfunktion von der ARD.

Das Resultat

Kein gutes Jahr für Pop-Musik. Die Beiträge aus Deutschland, Finnland und Irland durchgereicht, es dominierten Balladen und sehr kalkulierte Beiträge – und natürlich das Blockvoting, das einigen Ländern unabhängig der Qualität ihrer Beiträge mindestens einen Platz im Mittelfeld beschert. Tja, wat willste machen. Trotzdem natürlich Glückwunsch an Dänemark für ihren schönen Song – man hat den gemeinschaftlichen Seufzer von Fans und Verantwortlichen deutlich vernehmen können, als sich der Sieg über die Diktatoren aus Aserbaidschan andeutete…

Cascada

Der größte Dank gebührt unserer Natalie, die so herzerfrischend und professionell aufgetreten ist und das Beste rausgeholt hat (Tänzer hätten auch nichts geholfen, siehe Irland). Die Wertungen bilden auch objektiv nicht das ab, was ihr Auftritt hergeben hätte müssen. Nach dem Contest am Tresen war der Schuldige schnell ausgemacht. Genau genommen: Die Schuldige. Dank Angela Merkels Europapolitik hätten wir Deutschen dieses Jahr von den wenigsten Ländern Punkte bekommen – egal, wer uns präsentiert hätte. Vielleicht hätte uns ein devotes Gitarrenliedchen á la Nicole oder Max Mutzke noch ein paar Plätze nach oben gequetscht – aber das kann ja auch keiner wollen. So gehen wir lieber in die lange Reihe der ungerechter Weise gescheiterten Fan-Favoriten ein.

Unterm Strich

Auch wenn es am Finalabend nur zu einer Enttäuschung reichte, war die Saison keinesfalls eine solche. Der Sieg beim Vorentscheid war entscheidend und die daraus resultierende Vorfreude und das Song selbst natürlich der gerechte Lohn für unsere Liebe zum Pop. Niederlage hin oder her – “Glorious” wird uns bleiben!

 

Linkliste POPTASTIC-Berichterstattung ESC 2013: