ESC 2009: Ein Märchen wird wahr

Nicht für Deutschland, aber für Norwegen. Alexander Rybak gewinnt erwartungsgemäß den ESC 2009 in Moskau und bricht mit seinem selbstkomponierten “Fairytale” ungefähr jeden Rekord (387 Punkte). Aus allen Ländern bekam er Punkte, 16 mal sogar die Höchstwertung “12 Points”. Der Sieg war demtentsprechend mehr als verdient. Schon vor seinem Auftritt brach das Publikum in der riesigen Halle in euphorischen Jubel aus. Für Deutschland lief es mit Platz 20 mal wieder alles andere als gut. Immerhin besser als letztes Jahr, aber dennoch schlechter als Texas Lightning, Max Mutzke und Roger Cicero. Dabei hatte Alex Christensen doch behauptet, er könne es viel besser als die No Angels und war sich seines Erfolges mit Oscar Loya ziemlich sicher. Wer weiß, wie das ganze ohne Dita von Teese verlaufen wäre – im Zweifelsfall noch schlechter. Im Vergleich mit anderen Ländern war ihre Show einfach zu glatt und emotionslos. Auf Platz 2 und 3 landeten (völlig abgeschlagen vom Sieger, aber verdient) Island (218 Punkte) und Aserbeidschan (207 Punkte). UK landete mit dem Andrew Lloyd Webber Song “My time” auf Platz 5, Frankreich mit Patricia Kaas auf Platz 8. Beide Länder gehören wie Deutschland zu den Big 4-Geldgeber-Ländern und schnitten in den letzten Jahren ähnlich gruselig ab. Zeigt also, dass man als Big 4-Land durchaus gut abschneiden kann, wenn man nicht den größten Mist hinschickt. Das Rumgeheule, dass sich die ganzen Ost-Länder gegenseitig die Punkte zuschieben, kann dieses Jahr jedenfalls nicht mehr als Ausrede gelten.

Hier die 3 besten Songs des Abends:

1. Norwegen – Alexander Rybak “Fairytale”

2. Island – Yohanna “Is it true”

3. Aserbaidschan – AySel & Arash “Always”